Amazonenschal – warum ich den nicht stricke

gabihelmchen_Filztasche     Veröffentlicht am 23.01.2015

Ich stricke ja ganz gerne. Für mich und für andere. Mützen, Schals, Arm- und Beinstulpen. Das sind auch gern gesehene Geschenke. Und ich filze Taschen. Wenn einer Freundin eine gefällt, frage ich nach Form, Farbe und Größe und stricke/filze auch im Auftrag. Dann muss die Wolle bezahlt werden, aber die Arbeit natürlich nicht. 

gabihelmchen_amazonenschal
Um keine Bildrechte zu verletzen, gibt es kein Foto aus dem Film. In dieser Ansicht kommt oben der Kopf durch das „Gebundene“, links kommt der Arm durch.

Neulich mailt mir die Nichte einer Freundin mehrere Bilder aus einem Film mit der Frage, ob ich ihr einen solchen Amazonenschal stricke, wo sie auch die Arbeit bezahlen will. (Ich nenne den jetzt mal so, da er mich an einen Brustschild für Amazonen erinnert – soll er wohl auch!) Ein wenig Internetrecherche ergibt, dass er mit sehr dicken Nadeln, dreifachen Fäden gestrickt, gehäkelt, gebunden wird. Mit guter Wolle käme man auf 40-60€ allein für das Material. Eine direkte Anleitung finde ich nicht. Müsste ich also viel probieren, zeichnen, rechnen. Mehrere Frauen bieten Amazonenschals zum Verkauf an: nicht wirklich gelungene kosten so um die 70€, einen dem Bild entsprechenden gibt es für 95€. Ich überlege nicht lange, sondern maile die Links der Nichte und teile ihr mit, dass ich ihr den Amazonenschal nicht stricke. Es ist mir schlicht zu viel Arbeit für einen Freundschaftsdienst und bezahlen kann sie diese Arbeit nicht. Da käme sie mit 95€ nicht hin.
Man muss ja auch mal nein sagen können!

Falls sie mal eine gefilzte Tasche möchte, können wir darüber reden. Die könnte sie sich eventuell sogar selbst stricken/filzen, denn es gibt hier eine Anleitung für diese gefilzte Tasche.

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