Blogartikel – Warum sind sie immer so lang?

gabihelmchen_winterfeldp01   Veröffentlicht im Juni 2013

Eigentlich lese ich gerne. Und eigentlich bin ich neugierig. Und es gibt so viel Wissenswertes. Und es gibt so viele Blogs. Diese vielen Blogs kann ich gar nicht alle kennen. Wenn ich einige gute, d. h. mich interessierende, gefunden habe, werde ich ständig mit Neuem versorgt. Ich kann es lesen, darüber nachdenken und sprechen, etwas annehmen. Das ist eigentlich ganz toll! Aber eben nur eigentlich. Denn: die meisten Blogartikel sind so lang, dass ich weder Lust noch Zeit habe, sie ganz zu lesen. Also lese ich den Anfang, dann irgendwo in der Mitte, dann scrolle ich weiter nach unten, lese wieder ein bisschen und zum Schluss lese ich den Schluss. In der Hoffnung, den ganzen Inhalt, die Gesamtaussage erfasst zu haben, versuche ich mir dazu eine Meinung zu bilden. Und dann frage ich mich wieder, warum das so lang sein musste. Wäre es nicht kürzer gegangen? Vielleicht geht es nicht immer kürzer. Kann sein. Aber ich bin ziemlich sicher, dass es in den meisten Fällen ginge. Es wäre schön, wenn sich die SchreiberInnen an den Satz erinnern würden: in der Kürze liegt die Würze. Oder: komm’ auf den Punkt. Manchmal habe ich das Gefühl, dass das genau der Punkt ist: es gibt keinen. Oder ganz viele. Und es muss ganz viel zu ganz Vielem geschrieben werden. Jeden Tag, in jedem Post, auf jedem Blog. Das ist doch ziemlich viel Wortmüll. Ich bin für Müllvermeidung. Also: hier ist Schluss.

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