BVG und Werbung – von #weilwirdichlieben bis #ismiregal

gabihelmchen_u-bahn     Veröffentlicht am 22.02.2016

Die Berliner Verkehrsbetriebe, kurz: BVG, macht Werbung. Mit dem Slogan „Weil wir dich lieben“ wollen sie uns ködern. Aber die BVG kann auch cool: Video und Lied „Is mir egal“ wird ein viraler Hit. 

Wenn das Lied halb so lang wäre, könnte es lustig sein. Es sind nur 2:10, aber mir kommt es ewig vor. Vielleicht weil nach den ersten Sekunden klar ist, wie es weiter geht. Was will uns die BVG mit dieser Werbung eigentlich sagen? Egal, wie du aussiehst und was du in der U-Bahn machst, Hauptsache du hast bezahlt? Naja, mir isses wirklich egal, ob sich Tante-BVG jetzt Rap-BVG schimpft. Die Schlussaussage „Weil wir dich lieben“ leitet übergangslos zur vorherigen Werbekampagne.

Also: die BVG liebt ihre KundInnen. Oder ist es umgekehrt? Wer weiß. Aber so leicht kriegen die mich nicht. Damit ich die BVG liebe, sagen wir mal: gerne hab‘, müsste sie regelmäßiger fahren. Wer jeden Morgen zur ungefähr gleichen Uhrzeit eine bestimmte Strecke mit der U-Bahn fährt, kann sich jeden Morgen auf das Sardinen-Feeling einstellen. Wieso gibt es zur morgendlichen Rush Hour Zugabstände von 10 Minuten? Wieso fahren immer Anschlusszüge genau dann los, wenn die Umsteigenden fast den Bahnsteig erreicht haben? Wieso fallen auf bestimmten Strecken immer wieder Züge aus, so dass der nächste übervoll und der übernächste voll ist?

Fehlt es an Zügen? Oder an ZugführerInnen? Vielleicht etwas weniger Geld in die Werbung stecken und mehr in die Technik und ins Personal, dann klappt’s auch mit der Pünktlichkeit.

gabihelmchen_U-Bahn
Für alle, die das Video nicht abspielen können, gibt es hier ein Standbild.

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