Content & Mehrwert – was ist das eigentlich?

gabihelmchen_content    Veröffentlicht am 07.11.2013

Seit Wochen frage ich mich, ob ich mit meinem Content einen Mehrwert herstelle. Inzwischen bin ich zu einer Antwort gekommen: ich glaube nicht. Das ist sehr traurig. Und es hat mich davon abgehalten, überhaupt etwas zu schreiben. Das mit dem Mehrwert ist ja an sich ganz einfach. Wenn andere aus deinen Überlegungen, Äußerungen, Blogbeiträgen etc. einen Nutzen ziehen können, haben sie einen Mehrwert. Punkt. Dann macht das Ganze einen Sinn. Auch wenn es ungeheuer viele Blogs gibt mit nochmal ungeheuer viel mehr Blogbeiträgen, so ist jedes neue Blog doch sinnvoll, wenn die UserInnen einen Nutzen haben. Welchen auch immer. Die Bestätigung der eigenen Meinung, ein etwas anderer Denkansatz, eine neue Information, einfach etwas Lustiges oder oder oder … Und damit komme ich zum Content. Welchen habe ich? Keine Ahnung. “Ich schreib mal so vor mich hin” – reicht ja wohl nicht. Oder “was ich schon immer mal gesagt bzw. geschrieben haben wollte” – ist für das www nicht wirklich von Interesse.
Oder doch? Ich kenne ein Blog, das heißt ichsagmal. Und der Blogger schreibt über dieses und jenes. Meistens hat es etwas mit dem Netz oder Netzpolitik oder Politik zu tun. Die Beiträge sind meistens angenehm kurz, gut lesbar. Und wenn es doch nicht interessiert hat, ist es nicht so schlimm, weil das Lesen nicht lange gedauert hat. Ein anderes Blog nennt sich Kleinerdrei. Es schreiben mehrere Menschen, viele Gastbeiträge. Interessante Mischung. Leider sind die Beiträge oft extrem lang. Ob diese Länge notwendig ist beim jeweiligen Thema, lasse ich mal dahingestellt. Ich mag einfach keine langen Blogbeiträge. Ich lese lieber mehrere verschiedene Artikel, dadurch verkürzt sich natürlich die Zeit, die ich in den jeweiligen Artikel investieren kann.
Jetzt könnte ich sagen: wenn die anderen das dürfen, dann darf ich das auch. Aber da bin ich mir im Moment eben nicht so sicher. Wobei sich nicht die Frage stellt, ob ich viel schreiben kann. Das weiß ich. Verbieten kann es mir auch niemand. Das ist klar. Aber wer liest das? Wer könnte das lesen? Wer sollte es lesen? Wenn ich diese Fragen beantwortet habe, werde ich wahrscheinlich auch einen Content haben. Ich muss mich also weiterhin mit diesem Problem beschäftigen. Aber für Heute ist es genug. Sonst wird dieser Artikel für mich zu lang …

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