Facebook – darf es etwas mehr sein?

gabihelmchen_facebook     Veröffentlicht am 17.10.2014

Ich hätte ja gerne mehr Inhalt auf Facebook. Andere möchten lieber weniger. Wieder andere möchten mehr Elefanten, und die nächsten wollen mehr Kochrezepte. Und alles ist in Ordnung. Alle können, so sie können, Facebook nutzen, wie sie es wollen. Abgesehen von Facebook-HasserInnen und -VerweigererInnen, gibt es Facebook-LiebhaberInnen und auch -Süchtige. Und die Mehrheit könnte wohl als Facebook-NutzerInnen bezeichnet werden. Die Zeiten, wo Jugendliche Facebook nutzten, um sich gegenseitig mitzuteilen, dass sie nicht mehr oder schon wieder auf dem Clo sitzen, sind endgültig vorbei. Sie haben jetzt andere Medien, wo es noch nicht so viele Alte gibt. Auch für Verabredungen gibt es bessere Möglichkeiten. Heute tummeln sich also mehr die Middle-Ager oder Best-Ager oder Silver-Ager (was kommt eigentlich danach?) auf Facebook. Und was teilen sie mit der Welt? Vor allem Fotos. Und die zu allen Themen: das neue Fahrrad, den Urlaub, welche Veranstaltung sie besuchen werden, welche Musik sie gerade hören, welches Buch sie gerade lesen, interessante Artikel oder Radiobeiträge oder Fernsehsendungen oder Youtube-Veröffentlichungen, Tiere im Allgemeinen und Besonderen, und natürlich Natur. In allen Variationen.

Für das Folgende habe ich keine Zahlen. Deswegen sage ich einfach mal: Das meiste, was auf Facebook gepostet wird, ist Werbung. Werbung im weitesten Sinne: für die eigene Person, für die eigenen Kochkünste, für den eigenen Garten, für den eigenen Musikgeschmack, für die eigene Fähigkeit zu fotografieren oder zu malen oder zu bildhauern oder zu schreiben. Und selbstverständlich auch für das eigene Unternehmen. Ob hilfreiche Tipps zur Nutzung von Facebook oder der Hinweis auf eine Veranstaltung, letztendlich ist der Zweck immer der gleiche. Es soll Aufmerksamkeit erzeugt werden für denjenigen, der postet. Selbstverständlich geht es auch um die Sache, die gepostet wird. Aber dahinter steht doch immer das Bedürfnis als Person (oder Unternehmen oder KünstlerIn) wahrgenommen zu werden.

Ich poste, also bin ich. Die einen sind eben eher leicht, positiv und lustig. Die anderen eher schwer, kritisch und nachdenklich. Jede/r wie sie/er mag. Und ich mag es lieber mit mehr Inhalt.

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