Kindermund – irgendwie niedlich

gabihelmchen_kindermund     Veröffentlicht am 12.12.2014

„Kindermund tut Wahrheit kund.“ So heißt der alte Spruch, dem ich nicht immer zustimme. Es kommt oft viel Mist aus Kindermündern. Manchmal auch Erstaunliches. Oder zum Schmunzeln. Heute gibt es zwei Beispiele, die unter die Rubrik „irgendwie niedlich“ fallen. 

In der U-Bahn. Eine (oder waren es mehrere?) Schulklasse ist unterwegs. So um die 8 Jahre werden sie alt sein. Sagt der eine: „Hoffentlich sind wir bald da.“ Der andere: „Nee, ich möcht‘ gern noch weiterfahren.“ Der dritte: „Ich wünsch‘ mir, dass die Bahn stehenbleibt.“ – „Und dann?“ – „Na, dann stehen wir hier einfach. Bis heute Abend.“ (Es ist jetzt früher Nachmittag.) – „Cool!“ – „Dann können wir keine Hausaufgaben machen!“ – „Supercool!“ – „Nee, doch nicht. Wir haben dann ja gar nichts zu essen …“

Was lernen wir? Wunsch und Realität gehen nicht immer zusammen.

Auf der Straße. Gerade hatte es ein wenig geregnet. Jetzt scheint die Sonne. 3 Jungs, so um die 14 Jahre, kommen anscheinend aus der Schule. „Superwetter.“ – „Cool, dass die Sonne scheint.“ – „Ich will nicht, dass die Sonne scheint, jetzt ist doch Winter!“ Das sagt derjenige, der die dünnste Jacke trägt und tatsächlich auch beim Gehen vor Kälte zittert.

Was lernen wir? Es ist besser auf den eigenen Körper zu hören. Oder: Schein und Sein stimmen nicht immer überein.

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