Obama ist wieder weg. Obamania is over?

gabihelmchen_obama    Veröffentlicht am 20.06.2013

Es fliegen keine Hubschrauber mehr, die Straßensperren sind abgebaut. Obama ist wieder weg. Warum war er da? So ganz direkt vom G8-Gipfel in Irland Richtung Washington liegt Berlin ja nicht. Wollte er Herrn Gauck kennen lernen? Naja, auch nicht wirklich. Aber der ihn. Der Gauck war ja so gerührt. Nun gut. Vielleicht wollte Obama einfach mal “unter Freunden” sein. Beklatscht werden, bestaunt und bejubelt. Hat er alles bekommen. Und sonst? Warm war es, er zog sein Jackett aus. Das war das Ereignis: eine Präsident oben ohne. Wahnsinn, was der sich traut. Und so locker. So cool. Jajaja … Hat er was gesagt? Er hat eine Menge geredet. Klang irgendwie wie eine Rede im US-Senat. Nicht der ganz große Wurf. Es fehlte dieser eine Satz. Aber, mal ehrlich: brauchen wir einen Satz? Wozu? Damit er ihn gesagt hat, und wir ihn gehört haben. Was bringt so ein “genialer” Satz? Gar nichts. Das Resumé seiner bisherigen Amtszeit: viel heiße Luft, wenig Handlung. Soll heißen: positive Handlungen. Guantanamo hat Obama nicht geschlossen, Drohnen erzeugen “Kollateralschäden”, U. B. Laden wurde hingerichtet. Was hat er in den USA erreicht? Die Gesundheitsreform. Gut. Aber das reicht nicht. Er ist ein Fracking-Fan, das ist eine ökologische und ökonomische Katastrophe. Netzneutralität ist ein Fremdwort, Bespitzelung angesagt. Die angestrebte Freihandelszone vernichtet Arbeitsplätze, macht den globalen Handel noch ungerechter.
Der mächtigste Mann der Welt hat keine Visionen, kein Durchsetzungsvermögen, keine Alternativen. He ist just another ordinary president – nicht mehr. Die Erwartungen waren sicherlich zu hoch, das kann niemand schaffen. Aber dass es keinen Unterschied zu seinem Vorgänger gibt, ist doch enttäuschend. Für die USA, für die Welt.

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