Rucksack – diebstahlsicher

gabihelmchen_Rucksack01l     Veröffentlicht am 21.03.2016

Neulich ist es zum zweiten Mal passiert: jemand versuchte meinen Rucksack zu öffnen. Vor einigen Jahren fuhr ich die Rolltreppe im U-Bahnhof Walter-Schreiber-Platz hoch. Im Rücken spürte ich etwas. Ich dachte, jemand ist ziemlich unsanft gegen mich gestoßen. Einige Sekunden später wurde ich wieder angerempelt. Ich drehte mich um und sah zwei circa 15-jährige Jungen direkt hinter mir stehen. 

Ich habe sie angemeckert, so in etwa: „Passt gefälligst auf! Wenn ihr es so eilig habt, dann geht doch einfach vorbei!“ Das taten sie dann auch – ohne weitere Worte. Erst als ich das Ende der Rolltreppe erreichte, kam mir siedend heiß der Gedanke: die haben mich gar nicht angerempelt, die haben versucht meinen Rucksack zu öffnen. Ich nahm den Rucksack ab, und tatsächlich war der große Reißverschluss vollkommen offen. Es fehlte nichts, ich hatte sie wohl noch rechtzeitig bemerkt. Glück gehabt!

Und nun passiert mir das noch einmal. Diesmal ist es eine normale Treppe, die vom U-Bahnhof Bayerischer Platz nach draußen führt. Es ist eine kurze Treppe. Zweimal wundere ich mich darüber, dass ich den Rucksack fast im Nacken spüre. So hoch sitzt er doch sonst nicht. Komisch. Erst beim dritten Mal drehe ich mich um und ich blicke in ein Gesicht direkt hinter mir. In dem Moment rennt der etwa 20-jährige Mann die Treppe hinunter. Unten wartet ein gleichaltriger Kumpel, der mich ohne erkennbare Reaktion ansieht. Mir fällt nichts weiter ein, als ihnen zu zu rufen: „Habt ihr ’ne Meise?!“ Sie rennen weg, ich gehe die Treppe weiter hoch. Und erst als ich oben ankomme, wird mir klar, dass ich nicht „angetatscht“ wurde, sondern dass es wieder ein Diebstahlversuch war. Ich nehme den Rucksack ab, der große Reißverschluss ist offen, aber es fehlt nichts. Wieder habe ich Glück gehabt!

Jetzt muss ich mich doch auf die oberste Treppenstufe setzen. Es macht mich total fertig, dass ich nichts gehört habe. Gar nichts! Der Typ ist die halbe Treppe direkt hinter mir gewesen. Und ich habe ihn nicht gehört. Ich habe hier ja schon öfter erwähnt, dass ich extrem gute Ohren habe. Die sind auch nicht schlechter geworden. Das kann nur bedeuten, dass es diesmal wirklich Profis waren. O.K. Ein drittes Mal wird es nicht geben. Jetzt filzstricke ich mir einen Rucksack ohne Reißverschluss. Das heißt: ich versuche es. Eine Zeichnung gibt es schon, zwei Schulterriemen und ein langes Stück für Boden- und Seitenteile.

So sieht’s im Moment aus:

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