Talkshows – wer sieht die eigentlich?

gabihelmchen_Talkshows     Veröffentlicht am 06.03.2015

Talkshows – auch Laberrunden genannt – sind beliebt. Ein Sendeformat, dass sich rechnet. Da sitzen Menschen und reden. Mit sich oder dem Publikum, manchmal mit dem/der TalkmeisterIn, selten miteinander. Gut, dass wir keine Fernsehpflicht haben, so muss ich mir das nicht anschauen. 

Ich glaube, ich habe ein Anti-Talkshow-Gen. Sie interessieren mich schlichtweg überhaupt nicht. Deswegen kann ich eigentlich auch nicht darüber schreiben, weil ich sie ja gar nicht kenne. Aber das eine oder andere bekommt mensch ja doch mit über die Sozialen Kanäle. Da gibt es dann immer diese Aufreger. Günther Jauch hätte mal wieder nicht moderiert, sondern nur seine eigene Meinung kundgetan. Ja, was wurde denn da erwartet? Jauch unterstützt die CDU, seine Meinung zu – egal welchem Thema – ist doch eigentlich von vornherein klar. Also schaue ich mir seine Sendungen nicht an. Und dann gab’s den letzten Frank Plasberg. (Welche Partei der unterstützt, weiß ich nicht.) Es ging wohl um den „Genderwahn“. Lies ein bis zwei Tweets, folge ein bis zwei Links und du weißt, was du nicht verpasst hast. Wenn u. a. Sophia Thomalla und Wolfgang Kubicki eingeladen sind, weißt du doch vorher, was sie von sich geben werden. Nun, es geht natürlich immer noch dümmer, aber vom Prinzip her, wirst du keine Überraschungen erleben. Standpunkte werden vertreten, Meinungen postuliert und der/die geneigte ZuschauerIn kann sich etwas herauspicken. Oder sich bestätigt fühlen. Oder sich mal wieder so richtig schön aufregen. Vielleicht ist das der Grund für die Beliebtheit dieser Laberrunden. Mensch fühlt sich bestätigt in die eine oder andere Richtung, kann mal wieder etwas Dampf ablassen und fühlt sich hinterher etwas besser. Wie gesagt, ich brauche das nicht. Und ich verstehe nicht, warum sich denkende Menschen das Woche für Woche antun. Eventuell ist das arrogant, sei’s drum. Ich stelle einfach mal die Frage: Denkst du schon oder guckst du noch?

Und hier gibt’s noch was zum gucken – Genderwahn in der Gastronomie:

gabihelmchen_Damenbrunch
Damen essen billiger im „Robbengatter“ in der Grunewaldstraße, Berlin-Schöneberg.

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